Wrackmonitoring um Rügen

In den Gewässern der Insel Rügen findet sich mit mit 309 bestätigten Schiffswracks die größte Wrackdichte an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Sie gehören in das Arbeitsgebiet des Unterwasserarchäologie Vorpommern e.V., der seinen Sitz in der malerischen Umgebung von Kap Arkona hat. Von dort und den umgebenden kleinen Häfen starten die kleineren und größeren Expeditionen zu den einzelnen Wrackfundstellen.

Neben den bekannteren Fundstellen wie dem Zinkwrack, dem Frachtsegler Auguste oder der kleinen Fregatte Mynden suchen die Taucher des Vereins regelmäßig auch andere, in den Tauchsportkreisen unbekannte Wracks auf. Die Fundstellen werden vermessen, gezeichnet und durch Fotos und Videos dokumentiert. Die dazu verfassten Berichte bilden eine der wesentlichen Grundlagen für die Bewertung der Unterwasserdenkmäler durch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, welches die Arbeiten tatkräftig unterstützt.

Eine weitere wichtige Aufgabe für den Schutz und die Sicherung der Unterwasserdenkmale ist eine regelmäßige Kontrolle und Nachdokumentation (Monitoring) der Wrackstellen. Dazu werden die Fundplätze durch unsere Mitglieder betaucht und ihr aktueller Zustand durch Foto- und Videoaufnahmen festgehalten. Auch die Ergebnisse dieser Tauchgänge werden in Berichten an das Amt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Sie ermöglichen es dort den Verfallsfortschritt sichtbar zu machen und bilden eine wesentliche Grundlage zur Einschätzung der Schutzbedürftigkeit der Wrackstellen.

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