Freiwassermuseum

Immer mehr Taucher möchten die Geschichte auf dem Meeresgrund hautnah erleben. Für sie bietet Rügen ein vielseitiges Arsenal an archäologischen Befunden. Hier kann Historie vor der Haustür entdeckt werden – denn die Schiffswracks, versunkenen Steinzeit- Siedlungen und verlorenen Schiffsladungen aus Kanonen, Öfen und Kupferplatten erzählen unsere Geschichte.

Das „Freiwassermuseum“ öffnet die Schatzkammer vor Rügen. Das Areal umfasst rund 40 submarine Fundstellen zwischen Hiddensee und Stubbenkammer. Die Highlights sind für viele sicher die Wracks. Etwa die „Auguste“, ein mit Feldspat beladener Holzsegler aus dem 19. Jahrhundert, oder der Stahlsegler „Amazone“, der 1939 vor dem Königsstuhl gesunken ist. Beide Schiffe liegen in etwa 20m Tiefe. Neben dem „Zinkwrack” empfiehlt ich auch ein Tauchgang an der „Mynden“. 1718 lief die dänische Fregatte samt erhaltener Kanonen vor Kap Arkona auf das 12m tiefe Kreideriff. In Tiefen von über 40m können vor Arkona zudem der gut erhaltene Panzerkreuzer „Undine“ aus dem 19. Jahrhundert und der 1901 gesunkene deutsche Kreuzer „Wacht“ betaucht werden.

Das faszinierende „Freiwassermuseum“ steht allen Taucher mit der Mindestqualifikation „Denkmalgerechtes Tauchen“ offen. Im Briefing erfahren unsere Tauchgäste spannende Details über die Fundplätze und deren Entdeckung. Dabei gehen wir auch auf das denkmalgerechte Verhalten vor Ort ein. Anschließend wird der Fundplatz in geführten Vierer-Gruppen mit maximal zehn Gästen betaucht. Danach teilen wir Eindrücke und Fragen bei einem ausführlichen Debriefing.

Individuelle Ausfahrten können auf Anfrage vereinbart werden.

 

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